Studium

Basisstudium

Zu Beginn des Master-Studiums besu­chen Sie fünf Basis­mo­dule zu je 6 ECTS in belie­biger Reihen­folge. Sie dienen der Aneig­nung grund­le­gender Kennt­nisse wissen­schaft­li­chen Arbei­tens und Forschens, der Vertie­fung und kriti­schen Ausein­an­der­set­zung mit Theo­rien und Methoden der Sozialen Arbeit und der Ausein­an­der­set­zungen mit den Auswir­kungen des Sozialen Wandels auf Bezugs­felder der Sozialen Arbeit.

FOM - Quali­ta­tive Forschungs­me­thode

Im Rahmen des Moduls eignen sich die Studie­renden grund­le­gende Kennt­nisse in quali­ta­tiver Sozi­al­for­schung an. Das Modul widmet sich insbe­son­dere den Methoden der Doku­menten- und Inter­view­ana­lyse. Diese sind in zwei­erlei Hinsicht von Bedeu­tung: zum einen für die beruf­liche Praxis, für das Verstehen eines Falls, zum anderen für die wissen­schaft­liche Erfor­schung dieser Praxis. Um die erlernten Methoden einzuüben, wird gemeinsam ein einfa­ches Forschungs­pro­jekt durchgeführt.

WTF - Wissen­schafts­theorie und quan­ti­ta­tive Forschungs­me­thoden

Im Rahmen des Moduls eignen sich die Studie­renden grund­le­gende Kennt­nisse in quan­ti­ta­tiver Sozi­al­for­schung an und setzen sich mit wissen­schafts- und erkennt­nis­theo­re­ti­schen sowie forschungs­ethi­schen Frage­stel­lungen ausein­ander. Diese Kennt­nisse sind sowohl für eigene Forschungstätigkeiten und Evalua­tion der eigenen Praxis rele­vant als auch für die kriti­sche Refle­xion von empi­ri­schen Studien in den Sozi­al­wis­sen­schaften. Sie erhalten eine Einführung in verschie­dene Phasen des Forschungs­pro­zesses der quan­ti­ta­tiven Sozi­al­for­schung und können diese selbst bear­beiten. Dazu gehören: Formu­lie­rung eines Forschungs­pro­blems von Forschungs­fragen und -hypo­thesen, Wahl des Forschungs­de­signs und der Stich­pro­ben­va­ri­ante, Opera­tio­na­li­sie­rung und Date­ner­he­bung, sowie Auswer­tung quan­ti­ta­tiver Daten.  

TME – Theo­rien- & Methoden der Sozialen Arbeit

Theo­rien bilden eine zentrale Grund­lage für die Soziale Arbeit. Mit ihren Aussagen und klar defi­nierten Begriffen lässt sich die hoch komplexe Praxis der Sozialen Arbeit syste­ma­ti­scher erfassen und begründen. Gut entwi­ckeltes theo­re­ti­sches Grund­la­gen­wissen begünstigt die Entwick­lung und Anwen­dung wirk­samer Methoden genauso wie die indi­vi­du­elle und kollek­tive Refle­xion von Situa­tionen und Hand­lungen aus dem Praxi­salltag. 

Im Rahmen des Moduls werden vor dem Hinter­grund aktu­eller Theo­rie­dis­kurse Sozialer Arbeit einzelne Theo­rien anhand von Facht­exten vertieft und mit Blick auf die Metho­den­ent­wick­lung und Frage­stel­lungen aus der Praxis disku­tiert. Durch die aktive Ausein­an­der­set­zung mit unter­schied­li­chen theo­re­ti­schen Perspek­tiven soll der Fach­dis­kurs gefördert werden – nicht nur bei den Studie­renden, sondern auch bei den Dozie­renden. Ziel ist, durch diesen Diskurs die Hete­ro­genität und das Poten­zial der Theo­rie­ent­wick­lung in der Sozialen Arbeit aufzu­zeigen und den Nutzen für die Metho­den­ent­wick­lung und die profes­sio­nelle Praxis offen zu legen.

SIV – Sozi­al­po­litik im inter­na­tio­nalen Vergleich

In diesem Modul lernen wir Sozi­al­po­litik aus inter­na­tional verglei­chender Perspek­tive kennen. Dazu gehören die Entste­hungsgründe für Sozi­al­po­litik, die Typo­lo­gi­sie­rung natio­naler Wohl­fahrts­staaten, sowie die Dimen­sionen sozi­al­po­li­ti­scher Gestal­tungs­ent­schei­dungen. Wie misst man sozi­al­po­li­ti­schen Problem­druck und den Erfolg sozi­al­po­li­ti­scher Inter­ven­tionen? Wir erar­beiten uns ein gezieltes Verständnis sozi­al­po­li­ti­scher Poli­tik­felder (Gleich­stel­lung, Fami­lien, Exis­tenz­si­che­rung, Arbeit, Alter und Gesund­heit). Schliess­lich befassen wir uns mit inter­na­tio­naler Sozi­al­po­litik und die Bezie­hung zwischen sozi­al­po­li­ti­schen Entschei­dungen und Sozialer Arbeit. Der Leis­tungs­nach­weis besteht in einer inter­na­tional verglei­chenden Analyse eines Poli­tik­feldes, bei der geeig­nete Daten und wissen­schaft­liche Quellen recher­chiert, darge­stellt und kritisch bewertet werden.

WIO – Wandel & Inno­va­tion in Orga­ni­sa­tionen

Anspruchs­volle Tätigkeiten der Sozialen Arbeit bedingen die Gestal­tung von Wandel, Entwick­lung und Inno­va­tion in Orga­ni­sa­tionen. Deshalb bietet dieses Modul eine vertiefte Ausein­an­der­set­zung mit ausgewählten Theo­rien, Modellen und Hand­lungsansätzen zu den Themen Orga­ni­sa­tion, Mana­ge­ment, Orga­ni­sa­ti­ons­wandel, Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung und Inno­va­tion. Dabei wird ein Fokus auf die Soziale Arbeit, die Sozi­al­wirt­schaft und die für ihre Orga­ni­sa­tionen rele­vanten Rahmen­be­din­gungen gelegt. Der Theorie-Praxis-Transfer wird mit prak­ti­schen Übungen vertieft und kritisch reflek­tiert. Ziel ist, dass die Studie­renden die behan­delten Theo­rien, Modelle und weiteren Inhalte kennen und sie korrekt bzw. ange­messen in eigenen Worten wieder­geben können. Sie können deren Anwend­bar­keit sowie Möglich­keiten und Grenzen formu­lieren und zu Fall­bei­spielen Analysen und Empfeh­lungen vornehmen.

Der Master mit der Kompetenz
von 3 Hochschulen.