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#MiSA Chat – «Durch ihre vertiefte und längere Ausbildung bringen Master-Absolvierende oft eine ideale Grundlage mit, die eine Organisation weiterbringt.»

Wer in der Sozi­alen Arbeit eine Leitungs­funk­tion über­nimmt, muss nicht nur ein Team führen können, sondern je nach Orga­ni­sa­tion auch komplexe fach­liche Frage­stel­lungen durch­dringen, Stra­te­gien mitent­wi­ckeln und Rahmen­be­din­gungen gestalten. Der Master in Sozi­aler Arbeit vermit­telt dafür wich­tige theo­re­ti­sche und metho­di­sche Grund­lagen. Weshalb dieser Abschluss gerade für anspruchs­volle Führungs­auf­gaben einen Mehr­wert bietet, erklärt Clau­dius Luter­ba­cher, Leiter Amt für Sozi­ales des Kantons St.Gallen im Inter­view.

  • #MiSA Chat – «Durch ihre vertiefte und längere Ausbildung bringen Master-Absolvierende oft eine ideale Grundlage mit, die eine Organisation weiterbringt.»

Herr Luter­ba­cher, Sie leiten das Amt für Sozi­ales des Kantons St.Gallen. Was sind Ihre Haupt­auf­gaben und Verant­wor­tungs­be­reiche?

Das Amt für Sozi­ales ist auf kanto­naler Ebene für die Bereiche Kinder, Jugend, Familie, Behin­de­rung, Alter, Inte­gra­tion, Gleich­stel­lung, häusliche Gewalt und weitere Themen im Bereich des Sozi­alen zuständig. Wir bewil­ligen und beauf­sich­tigen viele Einrich­tungen, beispiels­weise Kinder­ta­gesstätten und Kinder- und Jugend­heime. Bei den Behin­der­ten­ein­rich­tungen kommt die Finan­zie­rung dazu. Zudem bereiten wir im Auftrag der Regie­rung Änderungen an gesetz­li­chen Grund­lagen in den genannten Berei­chen vor und bear­beiten poli­ti­sche Vorstösse des Kantons­rates.

Sie hatten vor kurzer Zeit eine Stelle ausge­schrieben, die explizit nach einem Master-Abschluss in Sozi­aler Arbeit verlangt hat. Um was für eine Stelle handelte es sich?

Es handelte sich dabei um die Leitung einer unserer vier Fach­ab­tei­lungen, und zwar der Abtei­lung Familie und Sozi­al­hilfe.

Und weshalb brauchte es hier diese Anfor­de­rung?

Das ergibt sich aus den inhalt­li­chen Aufgaben und den hohen Anfor­de­rungen an diese Leitungs­person. Neben üblichen Leitungs­auf­gaben in perso­nellen und finan­zi­ellen Belangen ist eine Abtei­lungs­lei­tung bei uns auch verant­wort­lich für die Erar­bei­tung poli­ti­scher Stra­te­gien oder die Weiter­ent­wick­lung der kanto­nalen Rahmen­be­din­gungen. Ein Master­stu­dium gibt hier hier wich­tige theo­re­ti­sche und metho­di­sche Grund­lagen.

Wo erleben Sie im Arbeit­s­alltag den grössten Mehr­wert von Mita­r­bei­tenden mit einem Master-Abschluss? Können Sie konkrete Beispiele nennen?

Es ist hier keine pauschale Aussage möglich, da jede Person neben der Ausbil­dung auch eigene Erfah­rungen und eigene Weiter­bil­dungen mitbringt. Das Master­stu­dium in Sozi­aler Arbeit ist aber eine sehr gute Möglich­keit, sich für komplexe Aufgaben nicht nur in der Anwen­dung eines beste­henden Systems, sondern auch in der Weiter­ent­wick­lung von Systemen gut zu rüsten. Im Arbeit­s­alltag sehen wir gut, wer in der Ausbil­dung gelernt hat, die «rich­tigen» Fragen zu stellen, schnell wesent­liche Punkte in ihnen unbe­kannten Themen zu erfassen oder komplexe Frage­stel­lungen in eine sinn­volle Syste­matik zu bringen.

Weshalb lohnt es sich aus Ihrer Sicht für Orga­ni­sa­ti­onen der Sozi­alen Arbeit, Master-Absol­vie­rende einzu­stellen?

Durch ihre vertiefte und längere Ausbil­dung bringen Master-Absol­vie­rende oft eine ideale Grund­lage mit, die eine Orga­ni­sa­tion weiter­bringt. Aber noch­mals: Pauschal kann das nicht gesagt werden – am wich­tigsten bleibt «das Gesamt­paket»: Persönlich­keit, Ausbil­dung, Erfah­rung, formelle und infor­melle Weiter­bil­dung und vor allem das eigene persönliche Poten­tial, weiter dazu zu lernen.

Infor­ma­ti­onen zum Koope­ra­ti­ons­master finden sich hier

 

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