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#MiSA - Report: «Master-Absolvent:innen sind am Puls der Zeit»

Michael Lima­cher hat nach einer Zimmer­manns­lehre ein Bachelor-Studium in Sozialer Arbeit an der Hoch­schule Luzern und einen Master in Sozi­al­wirt­schaft und Sozialer Arbeit an der FH Campus Wien absol­viert. Heute arbeitet der Fami­li­en­vater, der Ausdau­er­sport betreibt und auch mal einen Halb­ma­ra­thon läuft, als Unter­neh­mens­leiter bei Brändi. Dort profi­tiert man gerne davon, dass Master-Absol­vent:innen aktu­elles Wissen in die Praxis bringen.

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Michael Lima­cher, was sind Ihre Aufgaben bei Brändi?

Ich leite den Standort Wohnen Hoch­dorf mit 24 Voll­zeit­stellen. Er bietet 40 indi­vi­du­elle Wohnplätze für Menschen mit Beeinträchti­gung. Gemeinsam mit den Abtei­lungs­lei­tenden bin ich zuständig für die Perso­nalführung von der Rekru­tie­rung bis zum Austrittspro­zess, für Budget und Rech­nung, für die Weiter­ent­wick­lung des Stand­orts und die Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung und für Anfragen zu den Wohnplätzen.

In welchen Berei­chen können Master-Absol­vent:innen in Ihrer Insti­tu­tion arbeiten?

Master-Absol­vent:innen können sich bei uns auf Führungs­po­si­tionen bewerben: Ab Stufe Stand­ort­lei­tung wird eine spezi­fi­sche Fach­ver­tie­fung meist voraus­ge­setzt. Auch für die Leitung von Fach­gruppen, etwa der Fach­gruppe Sexualität oder der Fach­gruppe Tage­ss­truktur, stellen wir Master ein, ebenso für unsere interne Bera­tungs­stelle. Diese Leiter:innen verant­worten Prozesse und leiten Fach­per­sonal an.

Worin besteht der Mehr­wert für Brändi, wenn Master-Abso­vent:innen einge­stellt werden?

Sie bringen vertieftes, ziel­ge­rich­tetes und vor allem aktu­elles Wissen mit und sind am Puls der Zeit, wenn es um Theo­rien und Methoden der Sozialen Arbeit und gesell­schaft­liche Themen gene­rell geht. Sie kennen sich mit wissen­schaft­li­chem Arbeiten aus und haben gelernt, Themen strin­gent zu argu­men­tieren und ihren Stand­punkt zu vertreten. Das sind alles wert­volle Fähigkeiten für die Praxis.

Welche Bedürfnisse aus der Praxis sollte die Master-Ausbil­dung abde­cken?

Ganz unabhängig vom Fokus des Masters ist unser Anspruch an Master-Absol­vent:innen, dass sie sich selbstständig Themen erar­beiten, Prozesse und Konzepte eigenständig bear­beiten und Entschei­dungen selbst treffen können. Meiner Erfah­rung nach klappt das gut und die Master-Absol­vent:innen sind dieser Aufgabe gewachsen.

Wie beur­teilen Sie die Zusam­men­ar­beit von Brändi mit den ausbil­denden Fach­hoch­schulen?

Wir stehen sowohl im Bereich der Bachelor- als auch der Master-Ausbil­dung mit den Fach­hoch­schulen im Austausch. Wir öffnen unsere Insti­tu­tion auch gerne für Studie­ren­den­pro­jekte und inves­tieren die nötige Zeit, damit die Studie­renden einen guten Blick in die Praxis erhalten und wir wiederum vom Blick von aussen profi­tieren können. Das ist für beide Seiten ein Gewinn.

Sie haben selbst einen Master in Sozialer Arbeit absol­viert. Weshalb erachten Sie den Master als wichtig?

Das Bachelor-Studium ist eine breite Grund­aus­bil­dung. Im Master hingegen kann man sich Wissen für bestimmte Fach­be­reiche gezielt erar­beiten. Für mich war es die rich­tige Entschei­dung, nach dem Bachelor nicht gleich weiter­zu­stu­dieren, sondern zuerst einmal zu arbeiten und mir Praxis­wissen anzu­eignen. So konnte ich für mich heraus­finden, was mich beson­ders inter­es­sierte und in welche Rich­tung ich weiter­gehen wollte. Im Master-Studium konnte ich mir dann spezi­fisch Wissen und Know-how für die Stellen erar­beiten, die ich mir für die Zukunft vorstellen konnte. 

Weshalb haben Sie Ihr Master-Studium an der FH Campus Wien absol­viert?

Ich habe es im Nach­hinein bedauert, dass ich während meines Bache­lors in Luzern kein Austausch­se­mester gemacht habe. Mit dem Master in Wien wollte ich das ein wenig nach­holen. Es hat mich zudem inter­es­siert, wie Soziale Arbeit in anderen Ländern gehand­habt wird; das Studium in Wien ist stark auf den Sozi­al­be­reich der EU ausge­richtet.

Welche beruf­li­chen Pläne haben Sie für Ihre eigene Zukunft?

Ich bin bei Brändi im mitt­leren Mana­ge­ment tätig und befasse mich deshalb täglich mit Unter­neh­men­s­ent­wick­lung und Mana­ge­men­t­auf­gaben. Dies sind Gebiete, die mich schon im Master-Studium in Wien beson­ders inter­es­siert haben und die ich gerne mit einem Master of Busi­ness Admi­nis­tra­tion (MBA) vertiefen würde.

Inter­view: Eva Schümperli-Keller

Foto: Firma Foto­solar

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